Sanierung der Fichtenberg-Oberschule Berlin Energetisch, historisch, inklusiv

28.05.2025

Mit der Sanierung der Fichtenberg-Oberschule entstand ein Pilotprojekt für die denkmalgerechte Instandsetzung von Schulgebäuden im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive.
Bild: Klemens Renner

Im Jahr 2017 initiierte der Berliner Senat die Schulbauoffensive (BSO), eine der größten Investitionsmaßnahmen der Stadt. Fünf Milliarden Euro sollten bis 2027 in Berliner Schulen investiert werden. Ein Betrag, den die Stadt voraussichtlich mehr als verdoppelt, denn seit Beginn der BSO flossen bereits jährlich eine Milliarde Euro in Bauvorhaben. Ziel ist die Verbesserung der schulischen Infrastruktur durch Sanierungen und Neubauten. Auch die Fichtenberg-Oberschule im Stadtteil Steglitz soll durch Instandsetzung und Umbau fit für die Zukunft gemacht werden – den Auftrag erhielten SSP Rüthnick Architekten.

Von Backsteingotik zur Reformarchitektur

1911 erbaut nach den Plänen von Hans Heinrich Müller, weist die Fichtberg-Oberschule Elemente der Reformbewegung auf. Der Architekt, der Berlin eigentlich durch seine expressionistischen Infrastrukturbauten, wie die Berliner Elektrizitätswerke (Bewag), prägte, intergriete in der Oberschule handwerkliche Elemente des traditionellen Bauens. Heute beherbergt die Schule ein 4-zügiges Gymnasium mit einem Inklusion-Schwerpunkt im Bereich Sehen und bietet Platz für 800 Schüler*innen. Durch die inklusive Ausrichtung lag neben der denkmalgerechten Sanierung ein besonderes Augenmerk auf einer barrierefreien Gestaltung. 

Artikel auf Baunetz_Wissen Bauen im Bestand lesen