Restaurant Okyu in Stuttgart Schalten ohne Schalter
14.06.2024
Bild: Philip Kottlorz Fotografie
Atmosphäre und Stimmung in Restaurants hängen maßgeblich von der
Beleuchtung ab. Sie kann – stilistisch abgestimmt – das Konzept
unterstreichen, Akzente setzen und Besucher*innen lenken. Ein
gelungenes Beispiel findet sich in der Stuttgarter Calwer-Passage: Im Gastraum des Ōkyū
verschmelzen farbenfrohes Interior-Design, eine ausgeklügelte
Lichtplanung und japan-typische Speisen zu einem stimmungsvollen
Gesamterlebnis.
Tee-Zeremonie oder Restaurantbesuch?
Ōkyū ist japanisch und bedeutet übersetzt königlicher Palast; der Restaurantname war bereits vor Planungsbeginn gesetzt. Darauf bauten die Innenarchitekt*innen von Studio Komo auf und ließen sich beim Entwurf von traditioneller japanischer Tempelarchitektur und Kultur inspirieren. Der Einfluss lässt sich an verschiedenen Stellen im teilweise fünf Meter hohen Gastraum finden: Die freiliegende Deckenkonstruktion aus Beton erzeugt samt sichtbarer Installationen und schwarzer Verkleidung ein vielschichtiges Bild, das an komplexe japanische Holzdachkonstruktionen erinnert. Thekenbereich und Waschraum der Toiletten inszenieren traditionelle japanische Leinenvorhänge, sogenannte Noren.