Reit- und Veranstaltungshalle L’Écrin in Hennebont Bogenförmiges Tragwerk aus Brettschichtholz
12.08.2026
Bild: Yon de Poncins
Das Haras National d’Hennebont ist ein historisches französisches Staatsgestüt in der Bretagne. Es wurde im 19. Jahrhundert gegründet und diente ursprünglich der Pferdezucht und Hengsthaltung. Heute wird die denkmalgeschützte Anlage als Pferdesport-, Ausbildungs-, Kultur- und Veranstaltungszentrum genutzt. Mit der Reit- und Veranstaltungshalle L’Écrin nach Plänen des Pariser Büros K Architectures erhielt das Gestüt einen besonderen Anziehungspunkt. Der 17 Meter hohe Neubau aus Holz setzt einen markanten Akzent innerhalb des bestehenden Ensembles und fügt sich trotz seiner Größe harmonisch ein. Die Architekten wählten eine Formensprache, die sich auf typische Markthallen des 19. Jahrhunderts bezieht.
Vorbild historische Markthalle
Zum denkmalgeschützten Ensemble gehören sieben Stallgebäude, von denen die ersten ab 1858 und weitere ab 1901 errichtet wurden. Insgesamt umfasst die Anlage heute 32 Gebäude. Die neue, rund 1.464 Quadratmeter große Reit- und Veranstaltungshalle befindet sich in der Cour du Puits, einem von zwei Innenhöfen. Sie ist von denkmalgeschützten Stallgebäuden umgeben. Ihre Grundform orientiert sich an traditionellen französischen Markthallen und frühen festen Zirkusbauten. Über einem nahezu quadratischen Grundriss erhebt sich das markante, in drei Ebenen gestaffelte Dach. Die Gliederung reduziert optisch das große Bauvolumen und ermöglicht zugleich dessen natürliche Belichtung und Belüftung. Die geneigten, mit Schiefer gedeckten Dachflächen nehmen die Materialität und Neigung der umliegenden Stallgebäude auf.