Reflektierende Dachflächen gegen Hitzeinseln Studien zu Cool Roofs
10.11.2021
Bild: Baunetz (ml), Berlin
Die zunehmende Aufheizung von Metropolregionen, vor allem in dicht bebauten Zentren, wird als städtischer Wärmeinseleffekt bezeichnet. Strategien, die diesem Phänomen und dem damit steigenden Energiebedarf für Kühlmaßnahmen begegnen, werden unter anderem an der Arizona State University in Tempe zusammen mit Forschenden aus Spanien und Kanada untersucht. In ihrem Fokus stehen unter anderem Cool Roofs und Photovoltaik-Paneele. Welche lokal spezifischen Einflussfaktoren ihre Wirksamkeit bestimmen, haben die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in zwei Studien zusammengefasst (siehe Ende des Textes und Surftipps).
Regionale Unterschiede und Einflussfaktoren
Wie die Forschenden herausfanden, fällt dieser Effekt der Cool Roofs regional unterschiedlich stark aus. Dies zeigen ihre Simulationen von Hitzewellen und urbanem Wachstum für drei US-amerikanische Städte, die in verschiedenen Klimazonen liegen. Entsprechend soll eine umfassende Ausrüstung von Gebäuden mit Cool Roofs die durchschnittliche Tageslufttemperatur in Atlanta um 0,38 °C, in Detroit um 0,42 °C und in Phoenix sogar um 0,66 °C senken. Eine Reihe weiterer Faktoren trägt ebenfalls zu Wirksamkeit der Cool Roofs bei. Dazu gehören die Gebäudemorphologie, wie häufig der Himmel über dem Standort bewölkt ist und die lokale Oberflächenenergiebilanz. Letztere hängt zum Beispiel davon ab, welche Anteile der Sonnenstrahlung zum Boden gelangen oder wie oberflächennahe Wärmeströme, Bodenfeuchte und Vegetation das örtliche Klima beeinflussen.