Pont Neuf in Aarau Elliptische Inszenierung

25.02.2025

Die neue Aarebrücke ersetzt ein Vorgängerbauwerk in unmittelbarer Nähe zur historischen Altstadt von Aarau.
Bild: Stefano Graziani

Mit rund 288 Kilometern ist die Aare der längste Fluss, der vollständig in der Schweiz verläuft. Als Nebenfluss des Rheins ist er in Deutschland weitestgehend unbekannt, führt jedoch insgesamt mehr Wasser als die bekannteren Rheinnebenflüsse Mosel und Main zusammen. Im Schweizer Mittelland liegt an einem seiner Ufer die Stadt Aarau, die dem Fluss auch ihren Namen verdankt. Zur Zeit der römischen Herrschaft entwickelte sich die Gegend um Aarau zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt, Flussübergänge spielten hierbei eine zentrale Rolle. Die erste Holzbrücke Aaraus wurde dementsprechend von den Römern errichtet. Seitdem überspannten hier verschiedene Brückenkonstruktionen den Fluss, 2023 wurde das neueste Bauwerk nach einem Entwurf des Basler Büros Christ & Gantenbein eröffnet.

Die neue Brücke ersetzt eine 1949 errichtete, 108 Meter lange Betonbrücke, die auf zwei Pfeilern im Fluss ruhte. Aufgrund gravierender Schäden, deren Behebung nicht rentabel erschien, lobte das Baudepartement des Kantons Aargau 2010 einen Wettbewerb zum Neubau aus. Der Siegerentwurf Pont Neuf (deutsch: Neue Brücke) von Christ & Gantenbein in Zusammenarbeit mit WMM-Ingenieuren, Henauer Gugler und August + Margrith Künzel Landschaftsarchitekten sah den Brückenabriss vor, orientiert sich jedoch mit der Fundamentsetzung an den bestehenden Pfeilern. Denkmalschutzauflagen verlangten, die Brücke an derselben Stelle zu errichten. Denn sie verbindet die oberhalb auf einem steilen Felskopf liegende, pittoreske Altstadt mit dem am nördlichen Ufer liegenden Viertel Scheibenschachen und ist zugleich Teil einer wichtigen Kantonsstraße.

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