Perugiabrücke in Tübingen Schwungvoll über den Neckar
12.04.2026
Bild: Ingenieurbüro Miebach, Lohmar
Im Osten von Tübingen verbindet die Perugiabrücke das Wohngebiet Lustnau mit Grünflächen und Freitzeitangeboten auf der anderen Seite des Neckar. Die vom Ingenieurbüro Miebach aus Lohmar geplante Fuß- und Radwegbrücke in Holzbauweise überspannt den Fluss mit einer Länge von gut 69 Metern. Als Teil des Tübinger Radbrückennetzes bildet sie eine zentrale Nord-Süd-Verbindung im sogenannten Blauen Band, das unterschiedliche Stadtbereiche für den alltäglichen Rad- und Fußverkehr verknüpft.
Brettschichtholzträger als Dreifeldsystem
Das Tragwerk bilden zwei gebogene Brettschichtholzträger als Dreifeldsystem mit Stützweiten von 14,00 / 41,40 / 14,00 Metern und einer Breite von circa 5,50 Metern. Die Querschnittshöhen der Träger variieren, da diese an die jeweilige statische Beanspruchung angepasst sind. Die segmentierte Fertigung und Montage erleichtert ein Gerbergelenk. Stahlrahmen verbinden die Hauptträger. Ein Belag aus Betonfertigteilen schützt die Holzelemente, die überwiegend aus heimischem Nadelholz hergestellt sind.