Pavillon-Installation bei Riad Temporäre Raumbildung mit Drahtgittern, Kork, Gras und Klängen

02.02.2020

Im saudi-arabischen Diriyah, einem Vorort von Riad, hat der italienische Künstler Edoardo Tresoldi mit verschiedenen Partnern eine experimentelle Pavillon-Installation realisiert.
Bild: Roberto Conte, Monza/Mailand

Ausgebrochene Mauern, dicht an dicht gedrängte Lehmruinen, die ihre abgerundeten Spitzen gen Himmel recken und mit etwas Fantasie an angebissene Schokofiguren erinnern – das ist das historische Diriyah, ein nordwestlicher Vorort von Riad, heute rund 30.000 Einwohner groß. Hier realisierte der Mailänder Raumkünstler und Bühnenbildner Edoardo Tresoldi mit verschiedenen Partnern die experimentelle Pavillon-Installation Gharfa, die direkt von den nahe gelegenen Lehmruinen inspiriert ist.

1446 als Wadi-Oase gegründet, gilt es als Riads Vorgänger- und erste Hauptstadt des saudischen Staates. Seit 2010 ist der nordwestliche Stadtteil at-Turaif als UNESO-Welterbestätte geschützt. Im Herbst 2019 hat sich Saudi-Arabien erstmals dem internationalen Tourismus geöffnet und zum Besuch seiner insgesamt fünf Welterbestätten eingeladen. Die neue Visaregelung wurde in Diriyah mit einer Gala-Veranstaltung gefeiert. Begleitet war dieser historische Schritt von einer Reihe an Events und Projekten, um das Kulturerbe zu bewerben und zu inszenieren.

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