Passallís in Manlleu Hochwassertaugliche Flussüberquerung
24.10.2022
Bild: Andrés Flajszer
Aus einem Geröllhaufen nahe der französischen Grenze entspringt der Ter und schlängelt sich dann von den Pyrenäen durch den äußersten Nordosten Spaniens zur Mittelmeerküste – mal naturbelassen, mal begradigt und befestigt, mal aufgestaut. An einer der Flussschleifen liegt das katalanische Örtchen Manlleu. 2019 fiel hier die noch junge Überquerung, die Freizeitorte auf beiden Uferseiten verbinden sollte, einer Flut zum Opfer. Das Planungsbüro Sau Taller d’Arquitectura hat sie als Passallís l’embarcador wiederhergestellt.
Rund zwei Stunden dauert die Zugfahrt von Barcelona gen Norden nach Manlleu. Etwa 20.000 Menschen leben hier. Der Bahnhof am Westrand der Kleinstadt ist Startpunkt einer Kette von Kultur-und Freizeitorten, die sich überwiegend entlang der befestigten, teils begrünten Promenade aufreihen: Sporthallen und Fußballfelder, ein großer Spielplätz und ein Park sowie, ganz im Osten, das Industriemuseum. Die ehemalige Spinnerei, in der auch das Zentrum zur Erforschung mediterraner Flüsse untergebracht ist, liegt auf einem Gewölbe, unter dem ein Seitenkanal sprudelnd in den Ter mündet.