Optiker Hungry Eyes in Stuttgart Kalksandstein einmal anders

09.02.2022

Durch die raumhohen Verglasungen zu zwei Seiten kann der Blick der Passanten und potenziellen Kundinnen und Kunden schon von der Straße auf den eigentlichen Hauptakteur des Optikergeschäfts fallen: …
Bild: Julia Ochs, Stuttgart

Brillen sind weit mehr als nur Sehhilfen, sondern vor allem auch modisches Accessoire. Dementsprechend setzten immer mehr Optikergeschäfte auf ein zeitgemäßes, hippes Interieur, um sich damit des leicht verstaubten Images zu entledigen, das dem Handwerk hinter dem Trendprodukt paradoxerweise anhaftet. Eines davon ist Hungry Eyes an der Ecke Rosenbergstraße / Senefelderstraße im Westen Stuttgarts, das 2020 eröffnet wurde.

Urbane Bühne
Das Geschäft befindet sich im Erdgeschoss eines aus der vorletzten Jahrhundertwende stammenden Mehrfamilienhauses mit nach nach Süden und Westen raumhoch verglasten Schaufenstern. Zwei flache Stufen führen an der Westseite zu einer ebenfalls verglasten Doppeltür aus den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Das Innere ist gestalterisch jedoch eindeutig im Hier und Heute verankert. Verantwortlich dafür zeichnen Architekt Severin Küppers und Innenarchitekt Florian Siegel. Mit dem Bild einer „urbanen Bühne“ im Kopf, entfernten sie die teils vorhandenen Schaufensterrückwände und machten somit die gesamte Kundenfläche nach außen hin sichtbar. Dadurch kann der Blick der Passanten und potenziellen Kundinnen und Kunden schon von der Straße auf den eigentlichen Hauptakteur fallen: eine eingestellte und zu einer Seite abgerundeten Wand aus weißen und mit ihrer Unterseite nach vorne vermauerten Kalksandsteinen, an der die Brillen präsentiert werden.

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