Museumsneubau in Friedland Historische Erzählungen sensibel hervorheben

29.07.2026

Das Museum Friedland erhält mit dem Erweiterungsbau zusätzliche Flächen für Ausstellung und Dokumentation.
Bild: Dichter Architekturgesellschaft

Im Drei-Länder-Eck mit Hessen und Thüringen liegt im südlichsten Zipfel Niedersachsens die Gemeinde Friedland. Hier errichtete die britische Besatzungsmacht im September 1945 ein Grenzdurchgangslager, das zum Ankunftsort für Millionen von Heimkehrern, Vertriebenen und Geflüchteten wurde und auch heute noch erste Anlaufstelle für viele Spätaussiedler*innen und Asylsuchende ist. Das Museum Friedland macht auf die bewegte Geschichte des Ortes aufmerksam. Ein Erweiterungsbau, geplant von Dichter Architekturgesellschaft, ergänzt das bestehende Museum nun um ein Besuchs-, Medien- und Dokumentationszentrum.

Abschied, Ankunft und Neubeginn

Als aktive Erstaufnahmeeinrichtung ist das Grenzdurchgangslager noch heute ein Ort vielfältiger Migrationen. Das nahe gelegene Museum erforscht und vermittelt die Geschichte und Gegenwart des Lagers und nimmt zentrale Fragen zu Migrationspolitik, gesellschaftlicher Teilhabe, Grenzen, Identitäten und Zugehörigkeit in den Blick. Das neue Museumsgebäude wird mit Fertigstellung im Herbst 2026 die bestehende Dauerausstellung im historischen Bahnhof komplementieren. Ausstellungsthema im Erweiterungsbau soll die Auseinandersetzung mit der jüngsten Geschichte und Gegenwart der Migration sein. Auf der Museums-Website heißt es: „Eine besondere Rolle hierbei spielen die Biografien und Erfahrungen derjenigen Menschen, die, aus aller Welt kommend, Friedland seit 2015 durchlaufen haben und deren Wege sie anschließend durch ganz Deutschland führen.“

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