Mühle Grüsch im Prättigau, Kanton Graubünden Neuer Turm aus altem Silo

02.03.2026

Nach Plänen des Büros Ritter Schumacher wurde der Turm der Mühle in Grüsch abgetragen und bis 2025 durch einen ähnlich proportionierten Neubau ersetzt.
Bild: Daniel Ammann

Zwischen Bahnlinie und Bach, im Graubündner Dorf Grüsch, erhebt sich ein schlanker Turm über den Häuschen. Sein dunkles Kleid aus Solarpaneelen reflektiert das wechselnde Licht des Tals. Jahrhundertelang wurde hier, direkt am Bahnhof, Getreide verarbeitet. Das Büro Ritter Schumacher wandelte die ehemalige Mühle in einen Wohnbau um. Besonders ist dabei der konsequent zirkuläre Ansatz: Der neue Turm besteht zu großen Teilen aus dem Material seines Vorgängerbaus.

Vom Industrieareal zum Wohnstandort

Die Geschichte der Mühle reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Ab 1889 versorgte sie den Ort mit Strom. 1939 entstand das zuletzt genutzte Hauptgebäude mit einem Siloturm, der seitdem das Ortsbild von Grüsch bestimmte. Mit der Stilllegung des Betriebs im Jahr 2010 verlor die Anlage ihre Funktion. Das zentral gelegene Gelände blieb zunächst ungenutzt, wurde zeitweise kulturell bespielt und lag schließlich brach.

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