Möllerei Belval in Esch-Sur-Alzette Kulturort zwischen Silos und Hochofen
10.09.2026
Bild: Eric Chenal
In der Möllerei von Belval wurden einst Erz und Koks gelagert, gemischt und für die Verarbeitung im Hochofen vorbereitet. Nach der Stilllegung des Hüttenwerks blieb ein Teil der Anlage mitsamt Silos, Trichtern und technischen Einbauten erhalten. Für das Kulturhauptstadtjahr Esch2022 haben BFF Architectes das Industriedenkmal gesichert und zu einem Ausstellungs- und Veranstaltungsort umgebaut. Neue Stege erschließen die Halle auf mehreren Ebenen. Eine Brücke verbindet sie mit dem benachbarten Hochofen A. Bei Fassaden, Türen und Fenstern kamen Stahlsysteme von Schüco zum Einsatz.
Von der Industrieanlage zum Kulturort
Die Möllerei entstand um 1910 als Teil des Hüttenwerks von Belval. In dem langgestreckten Gebäude wurden die Rohstoffe für die Eisenproduktion gelagert und gemischt. Von dort gelangten sie zur Weiterverarbeitung in die Hochöfen. Zwischen 1965 und 1970 wurde die Anlage tiefgreifend verändert. Mit der Stilllegung des letzten Hochofens im Jahr 1997 endete ihre industrielle Nutzung. Seit 2000 ist die Möllerei im Inventar der luxemburgischen Denkmalbehörde verzeichnet.