Mobiler Pavillon aus transluzentem Gewebe Pneumatisch gestützte Membranblase

08.10.2019

Für eine Architekturkonferenz in Madrid hat ein Team der Architekturschule ETSAM einen temporären, pneumatisch gestützten Pavillon entwickelt.
Bild: Alexandra Konochenko, Madrid

Wolkenraum: Dieser Begriff setzt unvermittelt eine Reihe poetischer Assoziationen frei von Leichtigkeit, Schweben und Entmaterialisierung. Er scheint auf den ersten Blick das ganze Gegenteil von allem zu sein, was wir mit Architektur verbinden: Statik, Lastabtragung, klare greifbare Geometrien. Doch La Nube, das spanische Wort für Wolke verweist auf einen der Grenzbereiche der Architektur. Bezeichnet wurde damit eine leichte, pneumatisch gestützte Membranstruktur, die 2016 als experimenteller, temporärer Raum auf dem Campus der Architekturschule ETSAM der Technischen Universität Madrid (UPM) entwickelt und erstmals installiert wurde. Seitdem findet der mobile textile Pavillon in Variationen Verwendung.

Die Idee der Entwicklung: Für eine zehntägige Architekturkonferenz in Madrid sollten ein Schlafraum für 200 Teilnehmer und ein Veranstaltungsraum für bis zu 700 Personen geschaffen werden. Das studentische Designteam entschied sich dafür, beides in einem großen Zelt unterzubringen und entwarf dieses in Form eines ringförmigen Einraums mit einem Durchmesser von 34 Metern, einer Fläche von 680 Quadratmetern und einer zwischen zweieinhalb und acht Meter variierenden Raumhöhe. Ein introvertierter Patio sorgte für ein weiteres räumliches Überraschungsmoment und das in die transluzente Hülle integrierte, programmierbare LED-System erlaubte es, La Nube auch als nächtlich inszenierten Eventraum mit wechselnden Farbspielen zu nutzen.

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