Lumo Bistro in Dnipro Demokratie, Weltoffenheit und Mosaik
29.01.2025
Bild: Oleksandr Anhelovskyi
Es braucht schon eine gehörige Portion Mut und Optimismus, um mitten im Krieg ein Café zu eröffnen. Die Ukrainer*innen scheinen davon eine ganze Menge zu haben. Nach achtmonatiger Planungsphase eröffnete 2024 in der ostukrainischen Stadt Dnipro, knapp 1,5 Stunden Autofahrt nördlich von Saporischschja, das Lumo Bistro. Dnipro ist mit rund einer Million Einwohnenden die viertgrößte Stadt der Ukraine und wurde im Jahr 2023 Ziel russischer Luftangriffe, wobei unter anderem ein Krankenhaus zerstört wurde.
Das Lumo, das sich selbst als demokratisches Bistro bezeichnet und die „Küche der Welt an einem Ort vereinen“ möchte, befindet sich im Zentrum der Stadt unweit des Ufers des Stroms Dnepr. Große raumhohe Fenster ermöglichen Ein- und Ausblicke. Die Gestaltung des Interieurs durch YOD ist von italienischem Design inspiriert. Mosaikfliesen, Karomuster und strukturierte Furniere verweisen auf die Memphis-Gruppe – allerdings in weniger schrillen Farben als es für Memphis in den 1980er-Jahren charakteristisch war.