Kunstgalerie Plato in Ostrava Schlachthofkonversion mit drehbaren Wandteilen

15.05.2024

In Ostrava hat das Architekturbüro KWK Promes den ehemaligen Schlachthof in eine Kunstgalerie umgewandelt.
Bild: Juliusz Sokolowski

Ostrava, Tschechiens drittgrößte Stadt, ist eines der Bergbauzentren des Landes. Ab dem 19. Jahrhundert wurde hier, in der Mährisch-Schlesischen Region, Steinkohle abgebaut und in den Eisenhütten verfeuert. In diese Zeit fällt auch der 1881 vollendete Bau des großen Schlachthofs. Rund 140 Jahre später hat ihn das Kattowitzer Architekturbüro KWK Promes zum PLATO, einer Galerie für zeitgenössische Kunst, umgeplant.

Der gewachsene, ein- bis zweigeschossige Klinker-Komplex liegt gut zehn Minuten westlich der Altstadt und war vor seiner Reaktivierung in ruinösem Zustand: Wegen Gründungsproblemen musste der südseitige Kopfriegel abgebrochen werden. Die Holzdächer waren zum Teil eingestürzt und in die Längsfronten waren mehrere große Öffnungen mit breiten Unterzügen gebrochen worden. Das rußgeschwärzte Mauerwerk zeugt noch von der Phase der Hochindustrialisierung, als die Luft in Ostrava so schlecht war, dass das alte Planetarium wegen schlechter Sicht auf die Sterne geschlossen werden musste.

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