Konzerthalle Chapel of Sound bei Peking Die Kunst, einen Felsen zu bauen

24.03.2022

Die sogenannte Chapel of Sound des Pekinger Büros Open Architecture befindet sich nordöstlich von Peking unweit eines nicht restaurierten und touristisch bisher kaum frequentierten Teilstücks der Chinesischen Mauer im Bereich Jinshanliang.
Bild: Jonathan Leijonhufvud

Eine Konzerthalle in einem chinesischen Bergtal, scheinbar im Nirgendwo. Wie ein erodierter Fels liegt der ungewöhnliche Kulturbau zwischen bewachsenen Hügeln direkt neben einem plätschernden Gebirgsbach. Die sogenannte Chapel of Sound des Pekinger Büros Open Architecture soll Menschen anziehen, die Konzerte besuchen wollen – aber auch solche, die lieber dem leisen Summen der Natur lauschen.

Das Bauwerk befindet sich unweit eines nicht restaurierten und touristisch bisher kaum frequentierten Teilstücks der Chinesischen Mauer im Bereich Jinshanliang. Dieser Abschnitt verläuft nordöstlich von Peking durch einen bergigen Nationalpark. Die Konzerthalle wurde abseits anderer Bauten errichtet, steht aber nicht für sich allein: Sie ist Teil einer großangelegten Ferienanlage für wohlhabende Teile der chinesischen Stadtbevölkerung, die dort gerade im Entstehen begriffen ist. Der Bauherr Aranya hat das Konzept – landschaftliche Schönheit kombiniert mit kulturellem Angebot und außergewöhnlicher Architektur – an der sogenannten Goldküste bei Qinhuangdao bereits erfolgreich erprobt (siehe Bauwerke zum Thema).

Artikel auf Baunetz_Wissen Beton lesen