Konzernzentrale in Heidelberg Integrale Planung mit BIM für einen Bau mit Verve
18.10.2019
Bild: AS+P Albert Speer + Partner, Frankfurt am Main
An nördlichen Neckarufer, mit weitem Blick über den Fluss, die Weststadt, die historische Altstadt und der berühmten Schlossruine bis hin zum Berg Königstuhl entsteht in Heidelberg ein heller, lichter Verwaltungsbau: die neue Konzernzentrale von HeidelbergCement. Da die bishergige Hauptverwaltung nicht mehr ausreichend Platz bot und auch nicht mehr aktuellen Nutzungsanforderungen entsprach, wurde ein Neubau an alter Stelle im Stadtteil Neuenheim beschlossen. Die Ansprüche waren vielfältig: Es sollte eine Architektur entstehen, die die technischen und gestalterischen Möglichkeiten des Baustoffs Beton beispielhaft demonstriert und so als Visitenkarte für das Unternehmen fungiert. Zudem liegt dem Entwurf ein effizientes Energiekonzept sowie eine optimierte Planungs- und Ausführungsphase mithilfe von BIM zugrunde, wodurch unter anderem frühzeitig Steuerungseingriffe in den Bauablauf vorgenommen werden konnten. Im Rahmen eines nicht-offenen Wettbewerbs im Jahr 2015 überzeugten Entwurf und Konzept des Architekturbüros AS+P Albert Speer und Partner, die mit der Generalplanung betraut wurden.
Auf dem Grundstück des zurückgebauten alten Verwaltungsgebäudes
des Unternehmens fügt sich der Neubau in die bestehende Struktur
des Stadtteils, rückt nah an die vielbefahrene Berliner Straße
heran und bildet dort den Ausgangspunkt der Bebauungsachse. Das
Ensemble besteht aus drei in der Höhe gestaffelten, zueinander
versetzten und ineinander verschränkten Quadern, die in ihrer
Gesamtheit funktional eine Einheit bilden und jeweils einen eigenen
Innenhof ausbilden. Glas und weißer Beton prägen das
Erscheinungsbild. Die Fassade aus geschwungenen weißen
Betonfertigteilen demonstriert die mögliche Leichtigkeit und
filigrane Anmutung, die der Baustoff Beton annehmen kann. Wie
Wellen legen sich die Betonteile um die Hülle.