Kinzigbrücke: Holz-Beton-Verbundtragwerk im Schwarzwald Überquerung der Kinzig für den Auto-, Rad- und Fußverkehr

02.07.2026

Die neue Kinzigbrücke verbindet die Orte Fischerbach und Haslach.
Bild: © Conné van d'Grachten

Mitten im Schwarzwald liegt es nahe, auch für den Straßenbrückenbau möglichst viel Holz einzusetzen. Die vom Ingenieurbüro Miebach im Auftrag des Landratsamtes Ortenaukreis geplante und im Juni 2026 eingeweihte Kinzigbrücke zeigt, dass sich Holz-Beton-Verbundsysteme auch für den Schwerverkehr eignen. Zwischen Fischerbach und Haslach im mittleren Kinzigtal überspannt sie im Verlauf der Kreisstraße K 5357 die Kinzig. Als direkte Verbindung für den Straßen-, Rad- und Fußverkehr verbessert sie die Verkehrssicherheit und Erreichbarkeit zwischen beiden Orten. 

Statisch ist die 148,80 Meter lange Brücke als vierfeldriges Plattenbalkensystem ausgeführt. Sie ist 12,40 Meter breit und hat eine Konstruktionshöhe von 1,60 bis 1,70 Metern. Bei dem Holz-Beton-Verbundtragwerk wirken fünf Stege aus blockverklebten Brettschichtholzträgern im Verbund mit einer Stahlbetonfahrbahnplatte. Entscheidend sind die Anschlüsse: Die Verbundwirkung erfolgt über Kerven in den Holzträgern sowie eingeklebte Bewehrungsstäbe mit Kopfankern. Besonders anspruchsvoll waren die biegesteifen Anschlüsse an Stahlbetonquerträger an Widerlagern und Pfeilern. Die Konstruktion erreicht eine Gesamtnutzungsdauer von 100 Jahren gemäß dem neuen Eurocode FprEN 1995-2.

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