Katyn-Museum in der Warschauer Zitadelle Gedenkstätte in einem ehemaligen Militärkomplex
22.09.2025
Bild: Juliusz Sokolowski
In der historischen Warschauer Zitadelle befindet sich seit 2015 ein Ort des stillen Gedenkens: Das Katyń-Museum erinnert an mehrere Massenmorde im Frühjahr 1940. Die sowjetische Geheimpolizei NKWD ermordete zu dieser Zeit schätzungsweise 22.000 bis 25.000 polnischen Offizieren und Intellektuellen. Das Dorf Katyń steht dabei stellvertretend für die zahlreichen Hinrichtungen. Jahrzehntelang verschwiegen und nicht aufgearbeitet, hat diese Geschichte durch BBGK Architekci einen Ort zum Erinnern erhalten.
Eingebettet ist die Gedenkstätte in einem ehemaligen Militärkomplex aus dem 19. Jahrhundert. Mit zahlreichen weiteren Museen, darunter das Museum der Geschichte Polens, entstand hier in den letzten zwei Jahrzehnten ein kulturelles Zentrum. Die Zitadelle, einst ein Ort der Repression, ist heute eine Anlaufstelle für historisch-politische Bildung. Das umfangreiche Kulturprojekt wurde nach dem EU-Beitritt Polens 2004 ins Leben gerufen.