Islamischer Friedhof Altach Wandrelief aus rotbraun gefärbtem Beton

07.10.2014

Blick von Nordwest: Der Islamische Friedhof liegt am Rande der Gemeinde Altach, seine fünf Grabfelder grenzen direkt an das Friedhofsgebäude (rechts)
Bild: Plani / Creative Commons-Lisence / Wikipedia

Auch in Österreich ist die Religionsfreiheit gesetzlich verbürgt. Bereits seit 1912 ist der muslimische Glauben durch das „Islamgesetz“ rechtlich anerkannt. Demnach hat jeder Muslim das Recht auf eine Bestattung nach seinen religiösen Bräuchen. Obwohl sich noch immer viele Muslime nach ihrem Tod in ihre Herkunftsländer überführen lassen, wächst insbesondere bei der jüngeren Generation der Wunsch nach einer Bestattung in ihrer österreichischen Heimat. Um diesem Willen nachzukommen, entstand in der Vorarlberger Gemeinde Altach nach Plänen des Architekturbüros Bernardo Bader der Islamische Friedhof. Innerhalb der Landesgrenzen ist er der zweite seiner Art, der erste wurde 2008 in der Hauptstadt Wien eröffnet.

Nach intensiver Auseinandereinsetzung mit der islamischen Glaubensrichtung und ihren gesellschaftlichen Hintergründen entwickelten die Planer eine übersichtlich gestaltete, schlichte Friedhofanlage aus rotbraun gefärbtem Beton. Platziert ist sie am Rande einer viel befahrenen Straße mit der Ausrichtung nach Mekka. Den Auftakt der Anlage bildet das quaderförmige Friedhofsgebäude, an das fünf ebenfalls quaderförmige von Mauern gesäumte Grabfelder anschließen. Sie sind leicht versetzt zueinander angeordnet, sodass sie auch von außen ablesbar sind und keine durchgehende, gerade Mauer ergeben.

Artikel auf Baunetz_Wissen Beton lesen