Horec Zentrum in Tschechien Zeitgemäße Infrastruktur im historischen Bestand
02.03.2026
Bild: BoysPlayNice, Prag
Das Riesengebirge gehört zu den wichtigsten Wintersportzentren in Mitteleuropa. Hier liegt die Gemeinde Malá Úpa, auf tausend Metern Höhe und seit Anfang des letzten Jahrhunderts Destination vor allem für Langläufer*innen und Skitourengeher*innen. Im Zentrum des zerstreuten Dorfes und sanfter Hanglage steht eine alte Herberge für Skitourist*innen, gebaut im Jahr 1928. Es ist ein für die Region typisches Holzhaus auf einem Natursteinsockel, das in die Jahre gekommen war und dessen Fassade und Dach von der Witterung angegriffen waren. Nach gründlichen Abwägungen entschied sich das lokale Skigebiet, das Haus zu erhalten, und beauftragte das tschechische Architekturbüro ADR mit der Sanierung und seinem Umbau zu einem multifunktionalen Gemeindezentrum, dem sogenannten Hořec-Zentrum.
Zeitgemäße Funktionen im alten Gebäude
Dabei gab es zunächst zahlreiche funktionale Anforderungen: Der alte Grundriss mit vielen kleinen Zimmern, der dem alten Herbergsbetrieb geschuldet war, musste für neue, öffentliche Funktionen großzügiger gestaltet werden. Dafür mussten im Innern Wände weichen. Im hangseitigen Erdgeschoss befinden sich jetzt eine Skischule und ein Skiverleih. Darüber, im ersten Obergeschoss bzw. im bergseitigen Erdgeschoss, liegen ein Café, ein Besucherzentrum und ein kleines Gemeindekino. Im zweiten Obergeschoss liegen Ausstellungsräume. Im Dachgeschoss wurden zwei großzügige Ferienappartements geplant. Denn es sind vor allem Familien, die hier im Dorf Urlaub machen.