Holzfaser-Sandwichplatte für den Möbel- und Fahrzeugbau Ergebnis des Forschungsprojektes FALSA ist eine stabile Leichtbauplatte
20.11.2025
Bild: SörenTech/TU Dresden
In dem Projekt FALSA (Faser Longitudinal Sandwich) haben Forschende der Technischen Universität Dresden gemeinsam mit industriellen Partnern eine neuartige Holzfaser-Sandwichplatte entwickelt, die sich insbesondere für den Möbel- und Fahrzeugbau eignet. Ziel war es, ein nachhaltiges Leichtbauprodukt mit reduziertem Materialeinsatz, hoher Stabilität und geringem Gewicht zu schaffen. Das Verbundvorhaben der Technischen Universität Dresden (Professur für Holztechnik und Faserwerkstofftechnik) mit Unterstützung der Unternehmen G. Kraft Maschinenbau und Steico wurde vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) gefördert.
Um einen stabilen Plattenkern zu erzielen, wurde ein Holzfaserdämmstoff quer zur Faserausrichtung in Streifen zerlegt, welche um 90° gedreht und an den Schmalseiten wieder zusammengefügt wurden. Die überwiegend senkrecht zur Plattenebene stehenden Fasern erzeugen einen leichten, sehr tragfähigen Vollkern. Als Decklagen dienen 1,6 Millimeter dünne HDF-Platten (High Density Fibreboard), welche die Kräfte aufnehmen und für Stabilität sorgen. Verbunden werden Kern und Deckschichten mit formaldehydfreien Polyvinylacetat-Klebstoffen, die für eine schubsteife und dauerhafte Verbindung sorgen. Die Platte erzielt die Biegefestigkeit einer klassischen Spanplatte – bei wesentlich geringerem Gewicht und Materialeinsatz. Das Verfahren wurde bis zur Pilotanlage entwickelt und ist laut der Verantwortlichen im industriellen Maßstab umsetzbar.