Hölzel-Haus in Stuttgart Copy-Paste-Erweiterung einer Künstlervilla

16.06.2023

In Stuttgart haben The Baukunst Dynamites einen Anbau für das Haus des Malers Adolf Hölzel entworfen.
Bild: Philip Kottlorz, Stuttgart

Er war ein Wegbereiter der Moderne und malte deutlich vor Kandinsky schon abstrakt. Nicht von Cézanne, sondern von Adolf Hölzel ist hier die Rede. Im selben Jahr wie Van Gogh geboren, hatte der deutsche Maler die Münchner und die Wiener Secession mitgegründet und später unter anderem Willi Baumeister, Johannes Itten, Emil Nolde und Oskar Schlemmer beeinflusst. Sein einstiges Wohn- und Atelierhaus kann seit 2022 wieder betreten werden, saniert und umgebaut nach Plänen des Stuttgarter Teams von THE BAUKUNST DYNAMITES, das das Projekt Doppelgänger Reloaded taufte.

1905 bis 1934 lebte Hölzel in Stuttgart, ab 1919 in einem villenartigen Haus in der Ahornstrasse in Degerloch, das bald zu einem Treffpunkt der Avantgarde und zum Zentrum des „Hölzel-Kreises“ wurde. 2005, hundert Jahre nach Hölzels Ruf an die Stuttgarter Akademie, gründete Doris Dieckmann-Hölzel, die Enkelin des Malers, die Adolf Hölzel Stiftung. Diese hat unter anderem das Ziel das künstlerische Werk, über das sie seit dem Tod der Enkelin 2010 verfügt, zu erhalten und aufzuarbeiten. Lesungen, Vorträge, Ausstellungen und Führungen sollen es einem breiteren Publikum zugänglich machen. Das Bestandsgebäude von 1905 wurde dazu behutsam saniert und um einen Anbau ergänzt, in dem eine Kunstschule Platz findet.

Artikel auf Baunetz_Wissen Fassade lesen