Haus und Bienenhof im Balaton-Hochland Steine in neuer Matrix
02.09.2026
Bild: Balázs Danyi
Im Balaton-Hochland im Westen Ungarns, eingebettet zwischen Weinbergen, Basaltkuppen und alten Bruchsteinmauern, liegt das Ensemble House and Beeyard (deutsch: Haus und Bienenhof; ungarisch: Ház és Méhes). Auf dem Grundstück stand ursprünglich ein bäuerliches Gehöft mit einem langgestreckten Wohnhaus, Stall und Scheune sowie zwei Nebengebäuden. Eines davon diente einst als Bienenhof und gab dem Projekt seinen Namen. OKKA Architects wollten die vorhandenen Mauern zunächst erhalten und weiterbauen. Doch während der ersten Bauphase zeigte sich, wie fragil der Bestand tatsächlich war: Teile der aus Feldsteinen und lehmiger Erde gefügten Außenwände stürzten ein, weitere konnten die Lasten eines neuen Dachtragwerks nicht aufnehmen. Damit änderte sich die Aufgabe grundlegend.
Die Architekt*innen Péter Szabó und Emese Galamb hielten dennoch am vertrauten Bild des Gehöfts fest. Die neuen Baukörper übernehmen Position, Maßstab sowie die langgestreckten Proportionen der Vorgängerbauten. Das größere Haupthaus liegt in Nord-Süd-Richtung und trägt ein Satteldach. Parallel dazu steht das kleinere ehemalige Bienenhaus mit asymmetrischem Pultdach. Dazwischen entsteht ein geschützter Hof. Am nördlichen Ende des Haupthauses schiebt sich das Dach weit über einen gedeckten Freisitz, der den Platz der früheren Scheune einnimmt. Der Schornstein des Außenkamins durchstößt die Dachfläche, durch eine kreisrunde Öffnung fällt Tageslicht ein und wandert im Tagesverlauf über Boden und Wände.