Gleispool in Basel-Münchenstein Schwimmen wo einst Züge rollten

22.07.2026

Im Herzen des Dreispitz-Areals sollen künftig Schwimmfreunde ihre Bahnen ziehen können.
Bild: Malheur&Fortuna

Wo früher Güterzüge rollten, sollen ab Sommer 2027 Menschen schwimmend ihre Bahnen ziehen: Der sogenannte Gleispool auf dem Dreispitz-Areal in Basel wird das längste Naturschwimmbad der Schweiz. Für die Pläne zeichnet das Basler Architekturbüro Malheur & Fortuna verantwortlich, das Freiraumkonzept geht auf S2L Landschaftsarchitektur zurück. Bauherrin ist die gemeinnützige Christoph Merian Stiftung, in deren Besitz sich das Areal befindet.

Das rund 50 Hektar große Dreispitz-Areal südlich von Basel, zwischen der Stadt und der Gemeinde Münchenstein gelegen, befindet sich in steter Transformation. Einst landwirtschaftlich genutzt, wurde es zum Materiallagerplatz, der wiederum einem Waren- und Zollfreilager sowie Gewerbe- und Industriegebäuden mit eigenem Bahnanschluss wich. Eigentümer des Areals war im 19. Jahrhundert Christoph Merian, späterer Gründer der gleichnamigen gemeinnützigen Stiftung, die das Areal bis heute besitzt. 2002 präsentierten Herzog & de Meuron eine erste Studie zur Entwicklungsplanung, um das industriell geprägte Gebiet zu einem gemischten Stadtquartier zu transformieren. Seither haben sich auf dem südlichen Teil bereits das Schaulager, die Hochschule für Gestaltung und Kunst sowie das Haus der Elektronischen Künste Basel niedergelassen. Im Norden sind Wohnungs- und Bürogebäude geplant. Mittendrin: ein stillgelegtes Gleisbett, das nun zum öffentlichen Begegnungsort umgebaut wird.

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