Gewölbe-Wiederherstellung St. Marienkirche Prenzlau Frei gemauert über hölzernen Lehrgerüsten

07.01.2021

Krekeler Architekten planten das neue Gewölbe für die Marienkirche Prenzlau nach historischen Vorbildern.
Bild: Krekeler Architekten Generalplaner (Stefan Melchior), Brandenburg an der Havel

Die siebzig Meter hohen Türme der evangelischen Hauptpfarrkirche St. Marien überragen die Stadt Prenzlau und machen das Gebäude zu einer der höchsten seiner Art im Land Brandenburg. Die dreischiffige Hallenkirche im Stil der Backsteingotik wurde von 1289 bis 1340 errichtet und misst mit ihren sieben Jochen 56 Meter in der Länge. Von besonderer Bedeutung ist die prächtige; östliche Schaufassade, wo die reichen Verzierungen des Gotteshauses ihren Höhepunkt erreichen. Im 14. und 15. Jahrhundert wurde der Bau um zwei Kapellen-Anbauten und zwei Vorhallen auf der Nord- und Südseite vergrößert. Leider brannte die Kirche bei der Befreiung von Prenzlau am Ende des Zweiten Weltkrieges bis auf die Umfassungsmauern aus. Dachwerk und Gewölbe stürzten ein. Nach einer Notsicherung des Giebels in der Nachkriegszeit zog sich der schrittweise Aufbau bis heute hin.

Am 14. Januar 2020 konnte endlich der letzte Schlussstein des neuen Gewölbes gesetzt werden. Die auf Denkmäler und historische Gebäude spezialisierte Generalplaner Krekeler Architekten haben dessen Wiederherstellung geplant und angeleitet. Der Innenraum kann ab Herbst 2021 nach der Erneuerung der Orgel und der Empore wieder für Gottesdienste genutzt werden.

Artikel auf Baunetz_Wissen Mauerwerk lesen