Geschosswohnungsbau in Hanau Monolithische Ziegelbauweise für die Schließung eines Blockrands
03.06.2019
Bild: Lisa Farkas, Frankfurt am Main
Die hessische Stadt Hanau im Ballungsraum Frankfurt ist von Nachkriegsarchitektur geprägt. Insgesamt 80 Prozent der Bausubstanz waren im Krieg zerstört worden, die anschließende Aufbauphase wandelte die Stadtstruktur und -ansicht grundlegend. Inzwischen zeigen einige Bauten aus den 1950er-Jahren deutliche Altersspuren und werden durch Neubauten ersetzt – so auch Teile eines Blockrandes gegenüber der denkmalgeschützten Wallonisch-Niederländischen Kirche. Anstelle eines maroden Mietshauses ist nun ein von Stefan Forster Architekten entworfenes, zeitgemäßes Mehrfamlienhaus behutsam in den Bestand integriert.
Strukturierte Fassade
Der viergeschossige Neubau mit weiteren Wohnungen im Dachgeschoss orientiert sich an den Proportionen einer Blockrandbebauung aus den 1950er-Jahren, an die er mit zwei kurzen Flügeln anschließt. Drei Eingänge sind an der westlichen Längsseite verteilt, die der Kirche zugewandt ist. Der begrünte Hinterhof steht den Bewohnern zur Verfügung. Weißliche Klinker strukturieren das Erdgeschoss, während die Obergeschosse glatt verputzt und hell gestrichen sind. Durchlaufende Brüstungsbänder gliedern die Fassade, Fensterbänder und Loggien wechseln sich hier ab. Verzinkte Dachgauben durchbrechen das ziegelgedeckte Satteldach in einem regelmäßigen Rhythmus.