Gemeinschaftsschule in Amsterdam Bunte Solarfassade

30.04.2026

Dok architecten entwarfen das Schulgebäude in Opsdorp vor über zwanzig Jahren, jetzt sanierten sie es und erweiterten den Raum im Innern.
Bild: Laurens Kuipers, Haaksbergen

Opsdorp ist einer der Stadtteile, mit denen Amsterdam seit Mitte des letzten Jahrhunderts in Polderlandschaft wuchs. Den für die Bauzeit typischen strukturellen Problemen begegnete man mit umfassenden Sanierungsmaßnahmen im Zentrum des Stadtteils. Dort liegt auch die Gemeinschaftsschule, in der zwei Grundschulen, eine Kindertagesstätte und ein Gesundheitsdienst unter einem Dach gefasst sind. Das teils zwei-, teils viergeschossige Schulgebäude entstand vor zwanzig Jahren nach den Plänen eines Teams rund um die Architektin Liesbeth van der Pol, spätere Gründerin und heute Partnerin bei Doc architecten. Seither stieg die Zahl der Nutzenden und damit der Raumbedarf der Schule. Den Bau im Zentrum des Viertels nutzen derzeit neben den Schulgemeinden weitere nachbarschaftliche Institutionen wie eine Kita, eine Nachmittagsbetreuung, eine Vorschule und mehrere andere Gruppen. 

Flexibel dank Holzskelettbauweise

Das Gebäude entstand in Holzskelettbauweise, die u-förmig ein Atrium umschließt und die sich jetzt als sehr vorausschauend geplant bewies: Sie vereinfacht die nachträgliche Erweiterung auf dem bestehenden Raster.  So ließ sich die Innenfassade des Atriums um ein Segment weiter in den Wintergarten hinein verschieben und die so gewonnene Fläche in mehrere Gruppenräume und Büros umwandeln. So entstand eine zusätzliche Fläche von insgesamt 500 Quadratmetern, verteilt auf das Erd- und das erste Obergeschoss.

Artikel auf Baunetz_Wissen Elektro lesen