Funktion und Eigenschaften der Dampfbremse
12.08.2026
Bild: Saint-Gobain Isover, Ludwigshafen
Eine Dampfbremse ist eine Bauteilschicht, meist in Form einer Folie oder Bahn, die den Transport von Wasserdampf durch ein Bauteil begrenzt. Sie wird insbesondere bei wärmegedämmten Außenbauteilen, beispielsweise in Dächern oder Holzrahmenwänden, eingesetzt und befindet sich in der Regel auf der warmen, raumseitigen Seite der Wärmedämmung. Ihre Aufgabe besteht darin, den Feuchteeintrag in die Konstruktion durch Wasserdampfdiffusion zu begrenzen und dadurch eine schädliche Feuchteanreicherung sowie daraus resultierende Schäden, beispielsweise an Dämmstoffen oder Holzbauteilen, zu vermeiden. Je nach Aufbau und bauphysikalischen Anforderungen können hierfür diffusionshemmende oder nahezu diffusionsdichte Schichten eingesetzt werden. Letztere werden als Dampfsperren bezeichnet.
Bauphysikalische Eigenschaften
Um die Funktion einer Dampfbremse zu verstehen, muss zunächst betrachtet werden, wie Wasserdampf sich in einem Bauteil bewegt. Luft enthält je nach Temperatur und Feuchte unterschiedlich viel Wasserdampf. Wasserdampf kann durch bestimmte Baustoffe und Bauteilschichten hindurchdiffundieren. Dabei spielen sowohl das Wasserdampfteildruckgefälle als auch die Eigenschaften der durchdrungenen Bauteilschichten eine Rolle.