Friedhofskapelle in Krasnja Raumskulptur mit geschwungenen Wänden aus poliertem Sichtbeton

29.10.2009

Dach und Wände der Kapelle bestehen aus hellem, fast weißem Sichtbeton
Bild: Tomaz Gregoric, Ljubljana

Nahe der slowenischen Hauptstadt Ljubljana liegt das kleine Dorf Krasnja und an dessen Ortsrand der Friedhof der Gemeinde. Hier entstand nach Plänen des Architekturbüros Ofis eine Aussegnungshalle aus hellem Sichtbeton. Mit ihren geschwungenen Wänden und seitlichen Stützmauern aus Beton, gräbt sie sich in einen ansteigenden Hügel. An einer Seite führt eine begehbare Rampe auf die höher gelegene Friedhofsanlage und auf das Niveau des begrünten Daches, von dem aus sich ein weiter Blick auf den Friedhof und das Dorf im Tal bietet.

Der Höhenentwicklung des Geländes folgend, ist der Baukörper in Form einer Kurve ausgebildet. Mittig liegt die mit Lärchenholz verkleidete Friedhofskapelle. Im hinteren Teil zwischen geschwungener Rückwand und Stützmauer ist ein Gang angeordnet, an dem sich die Nebenräume wie Garderobe, Teeküche und Abstellräume befinden. Das große Dachfenster im Trauerraum bildet mit seiner Kreuzform nicht nur das Symbol der katholischen Kirche nach, sondern wirkt auch als Lichtkörper. Als leichte Glaskonstruktion mit einfachen Blecheinfassungen ausgeführt, stellt es die Verbindung von innen nach außen, genauer von unten nach oben her. Tagsüber lässt es Licht ins Gebäudeinnere, nachts leuchtet es aus dem Innenraum heraus.

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