Franklin Village in Mannheim Kosten senken, Individualität erhöhen

13.01.2026

Das Mannheimer Franklin Village, geplant von Sauerbruch Hutton, beeindruckt mit guter Nachbarschaft, klimaschonender Bauweise und geringen Baukosten.
Bild: Jan Bitter Fotografie, Berlin

Als 2012 der letzte US-Unteroffizier die Benjamin-Franklin-Wohnsiedlung in Mannheim verließ, startete eines der aktuell größten Umbauprojekte Deutschlands. Denn die rund 10.000 US-Bürger, die dort einst lebten, zur Kita, Schule oder Arbeit gingen, waren in ihre Heimat zurückgekehrt. Die Flächen des Wohngebietes sowie der zwei Kasernen daneben wurden frei: 144 Hektar, die die Stadt Mannheim umnutzen konnte. Sie gründete dafür noch im selben Jahr die MWS Projektentwicklungsgesellschaft, beauftragte später das Büro MVRDV mit einer Masterplanung und benannte den ganzen Stadtteil nach der alten Wohnsiedlung: Franklin Mannheim. Die ehemalige Benjamin-Franklin-Siedlung ist also nur der mittige Teil des heutigen Franklin-Mannheim-Areals. Hier steht jetzt ein Wohnprojekt mit dem Namen Franklin Village, geplant vom Berliner Büro Sauerbruch Hutton. Die Namensgebung ist verwirrend, das Projekt aber beeindruckend und wurde mit dem Deutschen Architekturpreis 2025 ausgezeichnet – wegen seiner guten Nachbarschaft, seiner klimaschützenden Bauweise und der geringen Baukosten.

Für jeden ein passender Wohnraum

Das Projekt besteht aus fünf Neubauten und einem aufgestockten Altbau. Insgesamt entstanden darin neunzig Wohnungen, vom Ein-Zimmer-Appartment bis zur Fünf-Zimmer-Wohnung. Jeden Wohnungstyp gibt es in zwei Größen; sie unterscheiden sich nicht nur nach Anzahl der Räume, sondern auch nach deren Größe und damit nach ihrer Miete. Familienwohnungen gibt es also in groß und klein, teurer und günstiger. Das schafft mehr Vielfalt: Senioren sollen einziehen, Familien, Freunde, Azubis oder Studierende. Bei zwölf der Wohnungen ist die Miete gedeckelt, sodass auch Menschen mit wenig Geld hier wohnen können.  

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