Feuerwehr und Bauhof in Metzingen Linearität in Leichtbeton
16.04.2024
Bild: Henrik Schipper
Ein 24 Meter hoher Turm, auf dem weit sichtbar die Ziffern 112 stehen: Prägnanter könnte ein Bauwerk der öffentlichen Sicherheit nicht sein. In der baden-württembergischen Mittelstadt Metzingen am Rande der Schwäbischen Alb entstand ein Ensemble, das die Feuerwehr und einen Bauhof zusammenfasst. Das synergetische Gesamtkonzept ergibt sich aus dem ähnlich gestrickten Raumbedarf der beiden Bauaufgaben: Große Fahrzeughallen und ausreichende Rangier- und Lagerflächen gehören jeweils zum notwendigen Programm. Gemeinsam nutzbare Aufenthalts- und Fortbildungsräume, eine Tankstelle sowie Synergien beim Bau und dem Betrieb der Liegenschaften waren weitere positive Nebeneffekte des zu einer Gesamtanlage zusammengefügten Projekts.
Der Entwurf für das äußerst klar gestaltete, betont geometrische
Gebäudeensemble ging aus einem offenen Planungswettbewerb nach RPW
2013 aus dem Jahr 2017 hervor. Diesen entschied das Büro dasch zürn
+ partner für sich.
Zwei unterschiedliche Nutzungsaufgaben in einheitlicher
Gestalt
Durch die Verortung des Neubaus im südlich gelegenen
Gewerbegebiet Braike-Wangen sind für die Feuerwehren vor Ort nur
noch zwei statt der bisherigen drei Standorte nötig. Die
Zehn-Minuten-Hilfsfrist bleibt hier dennoch gewährleistet.
Entscheidend ist dabei auch eine separate Erschließung und
getrennte, kreuzungsfreie Ein- und Ausfahrten für den benachbarten
Bauhof. Die Setzung der Baukörper auf dem Gelände begünstigt die
notwendige Trennung des Alarmhofs für die Feuerwehr vom Betriebshof
für den Bauhof. Da sich das Grundstück in einer Hangsituation
befindet, wurde es terrassiert. Die beiden Höfe der Feuerwehr und
des Bauhofs sind durch eine Rampe verbunden.