Fahrradparkhaus in Nürnberg Automatisches Zugangskontrollsystem für flexible Nutzung
10.02.2022
Bild: Stefan Meyer, Berlin
Die Infrastruktur für Fahrräder in Deutschland ist im internationalen Vergleich nach wie vor stark ausbaufähig. Dabei fehlen nicht nur funktionierende und gut geführte Radwege, sondern auch das Abstellen des Drahtesels kann zu einer echten Herausforderung werden. Vor allem in Bahnhofsnähe sieht man sich oft vor einer Vielzahl an Rädern, die behelfsmäßig an Laternenpfählen, Pfosten oder Zäunen im öffentlichen Raum angeschlossen werden – was vermehrt zu einem Hindernis für Fußgänger und Fußgängerinnen, aber auch für Rettungskräfte und für den Lieferverkehr wird.
Diesem Problem stand auch die Stadt Nürnberg gegenüber, deren
Bahnhofsumfeld lange Zeit wenig attraktiv war. Mit der Umgestaltung
des ehemaligen Parkplatzes auf der Rückseite des Bahnhofs zum
einladenden, begrünten Nelson-Mandela-Platz nach Plänen des
Landschaftsarchitekten Rainer Schmidt entstand auch das erste
Fahrradparkhaus der Stadt. Es bietet Platz für gut 400 Räder. Der
Entwurf für den Fahrradspeicher Nürnberg stammt vom
ortsansässigen Architekturbüro SRAP Sedlak Rissland Architekten
Partnerschaft. Diese Maßnahmen basieren auf dem Masterplan
nachhaltige Mobilität der Stadt Nürnberg, mit dem stadt- und
umweltgerechte Verkehrsarten (Fuß-, Fahrrad- und öffentlicher
Verkehr) sowie – als übergeordnetes Ziel – die Reduzierung des
verkehrsbedingten CO2-Ausstoßes gefördert werden
sollen.