Erlebnismuseum Perlmutter in Adorf (Vogtland) Brutalistische Poesie

30.06.2026

Für das Erlebnismuseum Perlmutter im vogtländischen Adorf planten Schulz und Schulz Architekten ein neues Empfangsgebäude mit einer sprechenden Betonarchitektur. 2025 wurde es eröffnet.
Bild: Albrecht Voss

Wer es schon mal ins Vogtland geschafft hat, ist dort vermutlich nicht zufällig gelandet. Die kleine Region befindet sich dort, wo Bayern, Sachsen, Thüringen und Böhmen (tschechisch: Čechy) aufeinandertreffen. Nicht weit von der deutsch-tschechischen Grenze entfernt liegt Adorf. Ab dem Spätmittelalter wurden hier, am Flüsschen Elster, Perlen gefischt und Perlmuttwaren produziert. Um die jahrhundertelange Handwerksgeschichte zu würdigen, legte das Heimatmuseum in den 1990er-Jahren eine Spezialsammlung an. 2025 erhielt das Erlebnismuseum Perlmutter ein bildhaftes Entrée, entworfen von Schulz und Schulz Architekten.

In Adorf spürt man, dass das Vogtland Züge eines Mittelgebirges hat. Die Altstadt mit einer imposanten Jugendstilkirche thront auf einer grün umrahmten Hügelkuppe. Vor dem Kichrturm erstreckt sich ein langgestreckter Marktplatz, von dem links und rechts Gassen hinunterführen. Der Südhang ist ebenfalls dicht bebaut, am Nordhang hingegen endet die Altstadt vor dem angrenzenden Friedhof. An der abschüssigen Straße, die einst als Graben vor der Stadtmauer verlief, befindet sich das Museum.

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