Eingangs- und Ausstellungsgebäude Forum im LWL-Museum Hellerlecht in Detmold Wiederverwendetes Holz als Gestaltungselement
16.09.2026
Bild: Atelier Brückner, Stuttgart
Das LWL-Museum Hellerlecht in Detmold vermittelt anhand historischer Gebäude und Kulturlandschaften rund 500 Jahre westfälische Alltags- und Baukultur. Das neue Forum ergänzt das Freilichtmuseum um wechselnde Sonderausstellungen und dient als Eingangsbereich, Veranstaltungsort und Anschauungsobjekt für nachhaltige Baukultur. Der von ACMS Architekten entworfene Neubau umfasst rund 3.100 Quadratmeter Nutzfläche mit Foyer, Ausstellung, Veranstaltungsbereichen, Gastronomie und Bildungsangeboten. Das Stuttgarter Planungsbüro Atelier Brückner entwickelte ein ganzheitliches Konzept für Innenarchitektur, Ausstellung und Leitsystem. Die Eröffnungsausstellung „Materia“ widmet sich den Baustoffen Holz, Lehm, Stroh und Beton – sie verbindet Kulturgeschichte, Architektur, Kunst und Fragen des nachhaltigen Bauens.
Wiederverwendetes Holz für das Mobiliar
Im Erdgeschoss empfängt eine lange Theke die Besucherinnen und Besucher: Sie verknüpft Kasse, Information und Shop. Historische Treppenteile dienen als Präsentationsfläche, Bänke aus wiederverwendetem Holz schaffen Aufenthaltsorte im Foyer. Zentrales Exponat ist ein rund acht Meter langes Geländemodell des 90 Hektar großen Freilichtmuseums, ergänzt durch Projektionen und acht barrierefrei angeordnete Medienstationen. Hier können sich die Besucher bereits vor dem Rundgang einen Eindruck verschaffen. Ein Architekturmodell im Treppenauge veranschaulicht wesentliche Baustoffe des Neubaus: Holz, Lehm und CO₂-reduzierter Beton. Das gut 60 Quadratmeter große Auditorium mit 140 Plätzen bietet Raum für Lesungen, Filmabende, Vorträge und andere Kulturveranstaltungen. Im zweiten Obergeschoss wird das Forum zum Lernort für Kinder: Neben Pädagogik- und Werkraum verbindet eine Mühlenwerkstatt Spiel, Handwerk und Wissen.