Einfamilienhaus in Schwerin Nachverdichtung mit Holz, Stroh und Lehm
15.09.2026
Bild: Fridolin Full, Berlin, München
Angesichts knappen Baulandes, steigender Grundstückspreise und eines notwendigerweise sparsamen Umgangs mit Grund und Boden hat die Nachverdichtung des Stadtraums an Bedeutung gewonnen. Neben Aufstockungen, Anbauten und Baulückenschließungen rückt auch das Bauen in zweiter Reihe in den Fokus. Rückwärtige Grundstücksbereiche und bislang ungenutzte Flächen bieten Potenzial für zusätzlichen Wohnraum. Der Holzbau eignet sich hierfür besonders gut: Leichte Konstruktionen, ein hoher Vorfertigungsgrad und kurze Montagezeiten erleichtern das Bauen unter beengten innerstädtischen Bedingungen. Ein gelungenes Beispiel ist ein Einfamilienhaus in Schwerin, das der ortsansässige Architekt Daniel Boepple für sich und seine Familie in vorgefertigter Holzrahmenbauweise realisierte.
Kompakter Neubau im Hinterhof
Das Wohnhaus in zentraler Lage von Schwerin befindet sich in zweiter Reihe und wird über das Vordergrundstück erschlossen. Der zweigeschossige Neubau neben einer ehemaligen Autowerkstatt hat eine Wohnfläche von 105 Quadratmetern. Mit dem Bestand ist er über einen schmalen Eingangsbau verknüpft. Im Übrigen setzt sich das Haus in seiner kompakten Form, mit gerundeten Ecken und Flachdach von dem eingeschossigen Riegel mit Pultdach deutlich ab. Trotz innerstädtischer Lage entsteht eine ruhige und geschützte Wohnsituation mit großzügigem Garten.