Dukes Meadow Footbridge in London Verbindungsweg und vielversprechender Ausblick

02.05.2023

Die Dukes Meadow Footbridge wurde von Moxon Architects in Zusammenarbeit mit CampbellReith und COWI entworfen.
Bild: Aerial Essex

Brücken können verbindende und trennende Infrastrukturen gleichermaßen sein: Als Verbindung zweier gegenüberliegender Ufer zerschneiden Brücken oft den darunterliegenden Stadtraum, indem ihre Auflager die Wege entlang der Uferstreifen versperren. Dies geschah auch bei der denkmalgeschützten Barnes Bridge, einer Eisenbahnbrücke aus dem 19. Jahrhundert bei Chiswick in West London. Die 2023 eingeweihte Dukes Meadows Footbridge soll Abhilfe leisten: Entworfen von Moxon Architects aus London in Zusammenarbeit mit den Statiker*innen von CampbellReith und COWI, verbindet sie zwei zuvor voneinander getrennte Abschnitte eines Weges entlang der Themse und dient als neue barrierefreie Erschließung der nahe gelegenen Sportplätze und Bootshäuser.

Vorgefertigte Stahlkonstruktion

In Anlehnung an die darüber liegende Barnes Bridge ist auch die neue Dukes Meadows Footbridge eine Fachwerkkonstruktion aus Stahl. Die 115 Meter lange Brücke ist in vier konstruktive Spannweiten unterteilt, die sich jeweils dem Uferverlauf anpassen und auf vier Pfeilern aufliegen. Dabei schwingt sich die Konstruktion elegant um den Grundpfeiler der darüber liegenden Eisenbahnbrücke. Die einzelnen konstruktiven Bauteile wurden in Tilbury, Essex, gefertigt und anschließend zur Vor-Ort-Montage auf der Themse verschifft. Die Vorfertigung und Nutzung des Flusses als Transportweg sind Teil des übergeordneten Projektziels, die Umweltauswirkungen und CO₂-Emissionen während des Bauprozesses zu reduzieren. Die Fertigung aus rostfreiem Stahl und Aluminium ist zwar per se nicht ressourcenschonend, soll die Brücke aber für künftige Überschwemmungen rüsten und den Wartungsaufwand reduzieren.

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