Doppelhäuser in Marl Schieferfassaden mit gerader Linienführung

27.06.2008


Bild: Peter Krebs, Karlsruhe

Vier befreundete Ehepaare haben sich, nach dem Auszug ihrer erwachsenen Kinder und der damit verbundenen Verkleinerung ihres Haushalts, zu einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt entschlossen. Für das gemeinsame „Wohnen im Alter“ plante der Karlsruher Architekt Peter Krebs zwei altengerechte Doppelhäuser in zentraler Lage, in Alt-Marl. Entstanden ist ein maßstäbliches Gesamtbild mit einer intimen, fast dörflichen Wohnsituation. Die Schieferverkleidung fasst die Wandflächen mit den baurechtlich geforderten dunklen Dachflächen zu einem Baukörper zusammen. (Leider wurde das Dach nicht, wie vom Architekten gewünscht, ebenfalls mit Schiefer eingedeckt.)

Mit den schieferverkleideten Fassaden, einer traditionellen Bauweise der Region, fügen sich die Häuser angemessen in den Bestand. Sie sind modern, ohne in der Umgebung aufdringlich zu wirken. Auf dem dicht bebauten Grundstück lassen die dunklen Baukörper das Grün der Gärten stärker leuchten. In die Gebäude eingeschnittene Eingangs- und Terrassenbereiche schaffen geschützte Außenbereiche. Diese sollen einen angemessenen Rückzugsbereich im gemeinschaftlichen Wohnumfeld gewährleisten. Im Inneren sind die Häuser sehr hell. Ein zentraler Luftraum mit Galerie sorgt für Großzügigkeit und ermöglicht Blickbeziehungen im offenen Raumgefüge.

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