Doca Linear Park in Belém Wiederbelebung einer urbanen Wasserlandschaft

20.05.2026

In Belem eröffnete 2025 der Doca Linear Park.
Bild: Manuel Sa

Belém, die nordbrasilianische Großstadt, lebt mit und am Wasser. An der Baía de Guajará gelegen, wo der Rio Guamá in den Rio Pará mündet, schmiegt sich die Stadt an die Bucht von Marajó, die sich zum Atlantik öffnet. Das Stadtgebiet war einst von einem Netz aus Flüssen und Igarapés durchzogen – den für das Amazonasgebiet typischen Flussarmen. Doch im Laufe der zunehmenden Urbanisierung unterbrachen bauliche Eingriffe große Teile dieser Wasserlandschaft und verdrängten das Wasser aus dem städtischen Alltag. Der 2025 eröffnete Doca Linear Park aus der Feder des Architekturbüros Natureza Urbana aus São Paulo wirkt dieser Tendenz entgegen und bringt einen Teil der historischen Wasserlandschaft zurück ins Leben der Menschen.

Im November 2025 rückte Belém als Tagungsort der 30. Weltklimakonferenz COP30 in das internationale Rampenlicht. Im Zuge der Vorbereitung für das Großereignis fanden weitreichende Umbaumaßnahmen statt, um die Stadt und ihre Infrastruktur zum Empfang von Delegationen aus aller Welt vorzubereiten und Belém als Vorbild für Klimaanpassungsmaßnahmen zu präsentieren. Rund 700 Millionen Euro investierte die brasilianische Regierung in den Stadtumbau – Projekte zur Umgestaltung der urbanen Wasserlandschaft inklusive. Neben der großflächigen Entwässerung von Wohngebieten durch Kanäle, die künftige Überschwemmungen verhindern sollen und einer Modernisierung der Abwasserentsorgung gehörte dazu auch die Revitalisierung des ehemaligen Igarapé das Almas.

Artikel auf Baunetz_Wissen Wasserkreislauf lesen