Corona-Behandlungszentrum in Berlin Schnell, nachhaltig und flexibel

01.07.2020

Wenn es schnell gehen muss: Knapp acht Wochen dauerte es vom Senatsbeschluss bis zur offiziellen Eröffnung des Corona-Behandlungszentrums in der Jafféstraße in Berlin, das nach Plänen von Heinle, Wischer und Partner entstanden ist.
Bild: Nordsonne Identity, Berlin

Die Corona-Pandemie trifft die Menschen auf der ganzen Welt. Fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens werden davon berührt. In vielen Ländern hat der Virus die Gesundheitssysteme an die Grenzen ihrer Belastbarkeit oder weit darüber hinaus gebracht. Wie sich die Pandemie entwickeln würde, wusste man zu keinem Zeitpunkt sicher – und weiß es auch immer noch nicht. Deshalb hatte der Senat in Berlin am 17. März 2020 beschlossen, ein Corona-Behandlungszentrum auf dem Messegelände an der Jafféstraße (CBZJ) zu errichten. In nur vier Wochen wurde nach Plänen von Heinle, Wischer und Partner zusammen mit dem Ingenieurbüro Genius und anderen Fachingenieuren ein Reservekrankenhaus mit knapp 500 Betten eingerichtet. So wurde innerhalb kürzester Zeit ein Zentrum errichtet, das glücklicherweise bisher nicht gebraucht wurde.

Die Messehalle 26 befindet sich im Westen des Berliner Messegeländes, direkt neben der Betriebsfeuerwehr und einer Gleisanlage. Die L-förmige Hallenfläche haben die Verantwortlichen zunächst in eine Grundrissstruktur aus variablen Clustern aufgeteilt, mit je nach Pflegeaufwand 16 bis 24 Betten sowie einer zentralen Servicezone. So können die Bereiche Sichtung, Allgemeinpflege und Beatmung flexibel definiert und dem Bedarf angepasst werden. Für das medizinische Personal steht außerhalb der Halle ein Modulbau für Umkleiden, Büros und Aufenthaltsräume zur Verfügung, um die Vorgaben des Hygienemanagements und des Arbeitsschutzes zu garantieren und angemessene Aufenthalts- und Rückzugsräume bereitzustellen.

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