Conaprole-Unternehmenssitz in Montevideo Entkernung der Keimzelle

31.07.2026

Das Architekturbüro FROM transformierte bis 2026 eine Fabrik in Montevideo zum Verwaltungssitz des Molkereiunternehmens Conaprole.
Bild: Leonardo Finotti

Uruguay dürfte vielen Deutschen nur durch die Fußballweltmeisterschaft bekannt sein. Eingeklemmt zwischen Argentinien und Brasilien liegt das Land an einem fluss- und lagunenreichen Abschnitt der südamerikanischen Ostküste. Weit mehr als ein Drittel der Bevölkerung lebt in der Hauptstadt Montevideo. Hier hat auch die Conaprole – Cooperativa Nacional de Productores de Leche (Deutsch: Nationale Genossenschaft für Milchprodukte) – ihren Sitz. Nach eigenen Angaben ist die Kooperative die größte Exporteurin von Molkereierzeugnissen in Lateinamerika. Ihre mitten im Stadtzentrum gelegene, erste Fabrik wurde nun nach Plänen des Architekturbüros FROM zum Verwaltungssitz umgebaut. 2026, zum 90-jährigen Bestehen, waren die neuen Büroräume bezugsfertig.

In Uruguay führen buchstäblich alle Wege nach Montevideo – und dort führen sie zum Parlament und zum benachbarten Hafen. Nur einen Steinwurf entfernt besetzt Conaprole einen ganzen Block in dem Stadtteppich mit seinem Raster aus üppig grünenden Alleen und dicht gedrängten Wohn- und Geschäftshäusern. Mit seinen vielen miteinander verwachsenen Trakten und den unterschiedlichen Fassaden, Dächern und einzelnen Türmchen erinnerte das Werk entfernt an eine Burg und prägte das Viertel somit nicht nur als Arbeitgeber.

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