Common Corner in New York Partizipatives Projektmanagement

11.05.2026

Kaum Budget, aber ein drängender Handlungsbedarf auf ein komplexes Problem, das ist Alltag bei öffentlichen Sozialbauten. Die Lösung ergibt sich aus einem iterativen, flexiblen und ergebnisoffenen Projektmanagement.
Bild: Brook Banister

Wie ein Projektmanagement iterativ mit Spielmethoden funktionieren kann, zeigt das Büro The Urban Conga mit dem Umbauprojekt Common Corner in New York, genauer in der Bronx. Die „öffentliche Ecke” liegt auf dem Areal der Morris Houses, einem Komplex aus siebzehn Hochhäusern mit geförderten Sozialwohnungen, die 1965 gebaut wurden. Zu ihren Füßen verbindet sich das Abstandsgrün zu einem Teppich aus teils undefinierten Freiflächen mit überwiegend veralteter Infrastruktur – dort ein Parkplatz, hier eine umzäunte Spielfläche. Eine Umfrage bei den Bewohner*innen vor Ort offenbarte einen drängenden Handlungsbedarf: Zwischen den nördlichen Wohnblocks lag ein verwaister Basketballplatz mit löchrigem Asphalt und einer kleinen Tribüne aus gebogenen Betonstufen. Der einst lebendige Ort erschien nun verwahrlost und abweisend. Zusammen mit verschiedenen Partnern organisierte das New Yorker Architekturteam eine inklusive Projektentwicklung zur Neugestaltung der Fläche.  

Ziele setzen 

Dafür wählten die Organisatoren eine besonders partizipative Planungsweise: Statt also nach der Bedarfsabfrage eine fertige Planung zu präsentieren, organisierte man einen ergebnisoffenen Planungsprozess, in den die Menschen aus der Nachbarschaft intensiv eingebunden waren. Ziel war nicht nur die Neugestaltung der Fläche, sondern eine höhere Identifikation der Menschen mit dem Ort, damit diese sich ihn aneignen, aktiv nutzen und pflegen, sodass synergetische soziale Effekte entstehen. Der neugestaltete Ort soll mehr Alltagsbegegnungen ermöglichen und das Miteinander der Menschen verbessern.  

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