City-IKEA mit Hostel in Wien Urbanes Hochregal
09.06.2022
Bild: Christina Häusler, Wien / querkraft architekten, Wien
Autobahnabfahrten, Gewerbegebiete, endlose Parkplätze und ausgedehnte, belanglose Fertigteilhallen – das sind gewöhnlich die Bilder, die wir mit Baumärkten, mit Möbel- und Einrichtungshäusern und ihrem Umfeld verbinden. Der 1943 von dem schwedischen Unternehmer Ingvar Kamprad gegründete IKEA-Konzern versucht seit gut zehn Jahren einen anderen Weg, mitten hinein in die Stadt. Am Westbahnhof Wien hat das Unternehmen mit dem ortsansässigen Büro querkraft architekten ein innerstädtisches, autofreies Einrichtungshaus mit sieben bzw. acht oberirdischen Ebenen einschließlich Hostel und öffentlicher Dachterrasse errichtet.
Warenlogistik in der City
Schon 2014 war in Hamburg
Altona als Experiment der weltweit erste City-IKEA in einer
Fußgängerzone eröffnet worden, mit 18.000 Quadratmetern
Verkaufsfläche auf mehreren Ebenen und Fahrradkurier-Lieferkonzept.
Es folgten kleinere City-Stores in Taipeh, Coventry und Paris (mit
rund 5.000 Quadratmetern), so genannte Planungsstudios in Berlin
und Potsdam mit je 500 bis 1.000 Quadratmetern sowie kleine,
zunächst temporäre Pop-up-Stores in City-Malls in Wolfsburg und
Ravensburg. Mit der Werbung als „guter Nachbar“ möchte IKEA als
Teil eines urbanen Lifestyles wahrgenommen werden.