Carbonbetonbau Cube in Dresden Geschwungene Wand-Dachelemente

26.01.2026

Das helle Bauwerk parallel zur Durchgangsstraße und gegenüber vom Campus der TU Dresden fällt auf.
Bild: Paul Bauder GmbH & Co. KG

Seine freie Formbarkeit bei hoher Festigkeit haben maßgeblich zur Erfolgsgeschichte des Betons beigetragen. Die große Menge an CO₂, die bei der Herstellung des Baumaterials frei wird, ist jedoch ein schwerwiegender Nachteil. Korrodieren Stahlbewehrungen in Betonbrücken und anderen Gebäuden nach Jahrzehnten und müssen saniert werden, hat auch dies enorme Auswirkungen auf die Umwelt. Der Carbonbetonbau Cube in Dresden ist das Ergebnis eines Forschungsprojektes, das beweist, dass sich auch mit einem deutlich geringeren Anteil des Zementgemisches eindrucksvolle Konstruktionen herstellen lassen. Die notwendige Bewehrung der schmalen Betondecken und -wände besteht nicht aus Metall, sondern aus Kohlenstofffasern.

Forschungsprojekt C³ – Carbon Concrete Composite

Bereits ab 2014 wurde im Rahmen des Bauforschungsprojektes C³ – Carbon Concrete Composite unter Leitung des Bauingenieurs Manfred Curbach – damals Professor an der TU Darmstadt, heute an der TU Dresden – Carbonbeton erforscht und zunehmend in der Praxis erprobt. Das 2022 fertiggestellte, Cube genannte Gebäude war zunächst als Würfel geplant und behielt später seinen Namen, obwohl die langgestreckte Form geschwungen, gezogen und alles andere als würfelförmig erscheint. Den Versuchsbau plante Curbach in Zusammenarbeit mit AIB Architekten Ingenieure Bautzen nach einem konzeptionellen Design von Henn Architekten.

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