Busstation am Zürcher Sihlquai Temporär, funktional, klimagerecht
16.05.2025
Bild: Jürgen Beck
Am stark frequentierten Sihlquai im Zürcher Zentrum ist im Oktober 2024 eine neue Fernbusstation in Betrieb gegangen. Entworfen wurde die Anlage vom Zürcher Büro Holzhausen Zweifel Architekten im Auftrag des städtischen Hochbauamts. Die Maßnahme ersetzt einen in die Jahre gekommenen PKW-Parkplatz aus den 1980er-Jahren und dient als Interimslösung mit einer vorgesehenen Nutzungsdauer von 15 Jahren – bis ein geplanter Neubau am Standort Altstetten im Westen der Stadt realisiert wird. Trotz ihres temporären Charakters legt die Zürich Bus Station Wert auf gestalterische Klarheit, ressourcenschonende Bauweise und funktionale Klimastrategien – darunter auch einfache, aber wirksame Maßnahmen zum sommerlichen Wärmeschutz.
Reduzierte Konstruktion
Das langgestreckte Betriebsgebäude liegt an der südöstlichen Grundstücksgrenze und beherbergt eine WC-Anlage, Warteräume und Verkaufsschalter. Der eingeschossige Neubau bildet den räumlichen Abschluss und Auftakt der Anlage und ist mit seiner Überhöhe als sichtbarer Orientierungspunkt auch bei voller Belegung mit Reisebussen gut erkennbar. Dem Prinzip des Rückbaus folgend, ist er als elementierter Holzbau mit sichtbaren Installationen und einfachen Materialien konzipiert: Akustikdecken aus eingefärbten Holzwolleplatten, unbehandelte Sichtestrichböden sowie eine Fassade aus gebeizten 3-Schichtplatten, die bei Beschädigung einfach ersetzt werden können.