Busbahnhof in Tilburg Energetische Selbstversorgung
17.05.2019
Bild: cepezed, Delft / Lucas van der Wee
Ankommen, Umsteigen, Abfahren und auch Wartezeit verbringen
können Reisende in Tilburg unter einem ganz besonderen Dach. Ein
neuer Busbahnhof ersetzt seit Kurzem den alten. Er grenzt an die
Westseite des Bahnhofs für Fern- und Regionalbahnverkehr an, dessen
Erscheinungsbild mit markant gefaltetem Dach von 1965 stammt. Der
gesamte Verkehrsknotenpunkt der industriell geprägten
niederländischen Stadt ist modernisiert worden. Ebenso wie die
Sanierung des bestehenden Bahnhofsgebäudes und das Erstellen von
zahlreichen Fahrradparkplätzen, oblag auch die Neugestaltung vom
Busbahnhof den Architekten vom Delfter Büro cepezed. Die zentrale
Station ist nicht nur verkehrsflussoptimiert und inklusiv
gestaltet, sondern erzeugt auch ihre eigene Energie auf dem
auskragenden Flachdach.
Ein Dach und ein Pavillon
Der Grundriss des Busbahnhofs zeigt eine leicht amorphe Form, die
an ein langgezogenes Dreieck mit abgerundeten Ecken erinnert.
Während die Spitze nach Osten zum angrenzenden Bahnhofsbau weist,
liegt der kurze Schenkel der polygonalen Form im Westen. Das
Bauwerk ist 160 Meter lang und rundherum von der Fahrspur umgeben.
Das Dach ist weitgehend als umlaufendes Band gestaltet, die
ausgesparten Bereiche in der Mitte der Haltestelle sind teilweise
von Pflanzbeeten besetzt. An der Westseite, zu der sich auch die
Ein- und Ausfahrt zur Straße Spoorlaan orientiert, ist in diesen
Zwischenraum ein Pavillon eingestellt, der über das Dachband
hinausragt. Er bietet Platz für einen Aufenthalts- und Pausenraum
für Busfahrer, eine öffentliche Information, eine Gewerbeeinheit
sowie Toiletten. Daran schließt eine erhöht gelegene Terrasse an,
bevor die Bussteige folgen: sechs Haltepunkte zum Einsteigen und
eine Plattform zum Aussteigen.