Bionische Pavillons in Heilbronn Holz- und Faserstrukturen nach dem Vorbild der Natur
17.06.2019
Bild: © ICD/ITKE University of Stuttgart
Auf der diesjährigen Bundesgartenschau in Heilbronn nehmen zwei ungewöhnliche Gebilde einen prominenten Platz ein: Ein Pavillon aus Holz, der andere aus Glas- und Carbonfasergewebe, befinden sich auf der zentral gelegenen „Sommerinsel” in einer künstlichen Seenlandschaft. Konzipiert sind sie bionisch – ihren technischen Konstruktionen liegen Vorbilder aus der Natur zugrunde. Die innovativen Bedachungen zeigen Richtungen auf, in die sich das Entwerfen und das Bauen entwickeln könnten. Die komplett digital geplanten und roboterbasiert gefertigten Leichtbaukonstruktionen sind weltweit einzigartig.
Entwickelt wurden die Pavillons am Institute for Computational Design and Construction (ICD) und am Institut für Tragkonstruktionen und Konstruktives Entwerfen (itke) der Universität Stuttgart. Der Faserpavillon ist mit seiner leichten, aber stabilen Bauweise einem Käferflügel entlehnt. Die Holzkonstruktion orientiert sich am Aufbau von Seeigeln. Letzteres ist ein durch die Universität Stuttgart bereits erprobtes Konzept, etwa mit dem Forstpavillon auf der Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd 2014 (siehe Objekte zum Thema) oder dem genähten Forschungspavillon auf dem Universitätsgelände 2016.