Bikini-Haus in Berlin Regenwassernutzung für sanierte Bauikone der 1950er-Jahre
26.09.2023
Bild: ACO, Büdelsdorf
Das zwischen 1955 und 1957 nach Plänen der Architekten Paul Schwebes und Hans Schoszberger erbaute Berliner Bikini-Haus ist eine Bauikone der 1950er-Jahre. Seinen Namen verdankt es einem Luftgeschoss, das die Fassade wie einen Bikini in Ober- und Unterteil gliedert. Das ehemalige Industrie-, Geschäfts- und Bürogebäude befindet sich gegenüber der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und bildet gemeinsam mit dem Huthmacher-Haus, dem Kino Zoo Palast, dem kleinen Hochhaus und dem Parkhaus am Elefantentor ein denkmalgeschütztes Ensemble.
Transformation
Unter Wahrung der architektonischen Identität wurde der Komplex zwischen 2010 und 2014 umfassend saniert. Um das veraltete Gebäude zu revitalisieren und vor weiterem Verfall zu bewahren, entwickelten SAQ architects das Konzept Bikini Berlin. Das Münchner Architekturbüro Hild und K passte die Planungen an den Masterplan und die Denkmalschutzanforderungen an, ermöglichte so eine umfassende Umgestaltung und leitete die anschließende Umsetzung. Die im Jahr 2013 begonnene Sanierung transformierte das Gebäude in eine zeitgenössische „Concept Mall“ mit einer Mischung aus Flächen für Einzelhandel, Gastronomie und kulturelle Einrichtungen. Die offene Architektur schafft fließende Übergänge zwischen den verschiedenen Nutzungen und Gebäudeteilen. Die Umnutzung der historischen Bausubstanz soll den Status des Gebäudes als kulturelle Ikone im städtischen Kontext festigen.