Beschäftigungshilfe De Flo in Köln Soziale Teilhabe hinter monolithischem Mauerwerk
30.01.2026
Bild: Mia ter Horst
Soziale Infrastruktur bleibt im Stadtbild oft unsichtbar – und damit auch die Menschen, denen sie dient. Das Projekt De Flo in Köln sucht bewusst die Nähe zur Stadt – räumlich, konstruktiv und programmatisch. Der Neubau versteht sich als Weiterentwicklung des bestehenden Standorts sowie als architektonische und soziale Ergänzung des Quartiers.
Altes Angebot, neue Chancen
Die Beschäftigungshilfe De Flo ist ein seit Jahrzehnten bestehendes Angebot des Sozialdienstes Katholischer Männer. Sie bietet Arbeit und Beratung für erwerbsfähige sowie nicht voll erwerbsgeminderte Menschen (geschlechtsunabhängig). Zu den Arbeitsmöglichkeiten gehören Transporte, Umzüge, Wohnungsauflösungen, Möbelaufarbeitungen und -herstellungen in der Holzwerkstatt sowie Tätigkeiten im Gebrauchtwarenkaufhaus, beim Recycling, bei Renovierungen und in der Garten- und Landschaftspflege. Ausgangspunkt der Neustrukturierung des Standorts an der Florastraße war eine sanierungsbedürftige Nachkriegsbebauung, deren baulichen und funktionalen Grenzen den gewachsenen Anforderungen nicht mehr gerecht wurden. Der Entwurf von Kastner Pichler Schorn Architekten sieht ein nutzungsgemischtes Gebäude vor, das Wohnen, Beschäftigung und Begegnung unter einem Dach bündelt und zugleich als städtebauliche Reparatur im Blockgefüge wirkt.