Belüftetes Dach (IV): Wärmedämmung
12.08.2026
Die Wärmedämmung eines belüfteten Dachs reduziert den Wärmeverlust über die Dachfläche und trägt damit wesentlich zum energetischen und bauphysikalischen Verhalten des Gebäudes bei. Bei einem belüfteten Dach wird zwischen Wärmedämmung und Dachdeckung eine durchgehende Lüftungsebene angeordnet. Damit diese ihre Funktion erfüllen kann, muss der erforderliche freie Lüftungsquerschnitt auch nach Einbau und langfristiger Nutzung der Dämmung erhalten bleiben. Bei faserförmigen Dämmstoffen kann es beispielsweise durch Aufquellen oder Verformungen zu einer Verringerung des freien Querschnitts kommen. Die Konstruktion ist deshalb so zu planen und auszuführen, dass die erforderliche Lüftungsebene dauerhaft funktionsfähig bleibt.
Anforderungen an den Wärmeschutz
Für einen ausreichenden Wärmeschutz sind unter anderem der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert), die Wärmeleitfähigkeit und Dicke des Dämmstoffs sowie Wärmebrücken entscheidend. Bei einem belüfteten Dach muss gleichzeitig ausreichend Platz für die erforderliche Lüftungsebene bleiben. Reicht der vorhandene Sparrenraum dafür nicht aus, kann eine Kombination aus Zwischen-, Unter- und Aufsparrendämmung sinnvoll sein. Zusätzliche Dämmschichten oberhalb oder unterhalb der Sparren können dabei den Wärmeschutz verbessern und Wärmebrücken über die Sparren verringern. Welche Dämmstoffdicke und welcher Aufbau erforderlich sind, muss anhand des konkreten Dachaufbaus rechnerisch nachgewiesen werden. Für den Mindestwärmeschutz und die Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz ist insbesondere die DIN 4108-2:2026-05 – Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 2: Wärmeschutz – Anforderungen, Berechnungsverfahren und Hinweise für Planung und Ausführung maßgeblich.